Aussichten am Ende der Welt

by MaMo — on  , 

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Im Anschluss an eine regnerische Fahrt nach Ushuaia bekamen wir die Info, dass es die kommende Woche durchgängig regnen sollte. Umso überraschter waren wir, als wir am nächsten Tag von strahlenden Sonnenschein geweckt wurden. Wir hatten zuerst unsere Taschen gepackt um das Hostel zu verlassen, entschieden uns dann aber doch noch zu bleiben und ein bischen zu wandern. So radelten und stiefelten wir bis zum ‘Glaciar Martial’.

Gletscher, sogar mit frischem Schnee
Gletscher, sogar mit frischem Schnee

Am nächsten Tag brachen wir auf, RN3 weiter zu verfolgen. 20 km nach Ushuaia endet diese Straße im Nationalpark Tierra del Fuego.

Ende der Ruta Nacional 3, wohl auch Ende der Panamericana
Ende der Ruta Nacional 3, wohl auch Ende der Panamericana

Im Park angekommen schlugen wir unser Zelt an einem Fluss auf. Der Campingplatz im Park war netterweise im Eintritt inklusive. Anschließend erkundeten wir ein bischen die Umgebung - neben schönen Bergen gab es auch eine ganze Menge Tiere zu sehen.

Huhu Uhu!
Huhu Uhu!

Bahia Lapataia - Nationalpark Tierra del Fuego
Bahia Lapataia - Nationalpark Tierra del Fuego

Von unserer Erkundung kamen wir gerade rechtzeitig zurück zum Zeltplatz um unser Zelt vor starkem Regen und Böen zu schützen. Naiv hatten wir es in schöne Blickrichtung und ohne Sturmleinen aufgebaut. Patagonien erinnerte uns daran, doch eher immer auf die Windrichtung zu achten und die Sturmleinen zu nutzen.

Nach einer Nacht im Zelt in der Wildnis spazierten wir auf die “Pampa Alta”, eine rund 4-stündige Wanderung mit informativen Tafeln, durch wilde Wälder, mit schöner Aussicht und auch mehr Tieren - wieder mal Guanacobesuch beim Mittagessen.

Blick auf den Nationalpark
Blick auf den Nationalpark

Abends ging es zurück ins Hostel. Gerne wären wir auch länger im Park geblieben, aber andere Reisende hatten uns neue Ideen gegeben: Von Ushuaia mit dem Boot noch weiter in den Süden, nach Puerto Williams, Chile, der wirklich südlichsten Stadt der Welt.

Weit im Süden
Weit im Süden

Wir zelteten einen Tag dort neben einem Wasserfall und fuhren dann mit einer sehr großen Fähre in Richtung Norden. Eigentlich sollte man das ganze eher “Mini-Kreuzfahrt” nennen. 30 Stunden auf dem Wasser, vier hervorragende Mahlzeiten, bequeme Liegesitze und ein bischen geschmuggelten Wein und Rum.

Da die Bootsroute durch den Beaglekanal und weitere enge Wasserstraßen und Fjorde führte, gab es sehr viel zu sehen. Sogar Gletscher, die bis zum Meeresrand reichten und wohl auch manchmal kleine Eisberge in die Welt setzen. Nachdem Moritz Martha morgens etwas zu früh geweckt hatte, entdeckte sie einen vorbeischwimmenden Wal. Und damit es uns nicht zu langweilig wurde, kamen in den nächsten Stunden auch noch Robben und Delfine in die Nähe unseres Bootes. Sehr toll.

Schau mal da!
Schau mal da!

Fast ein bischen wehmütig waren wir, als das Boot im Hafen von Punta Arenas anlegte. Wir mussten es verlassen, und stiegen wieder aufs Rad, zumindest für kurz. In der Hospedaje Independencia fanden wir einen netten Platz um unser Zelt im Garten aufzuschlagen.

T F G

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